Das typische Problem der Insel
Halbmeterdicke Bruchsteinmauern, Gebäude, die ein Innenhof trennt, ein Gästehaus in vierzig Metern Entfernung und ein Pool, an dem es auch Empfang geben soll. Die traditionelle mallorquinische Bauweise ist hervorragend gegen Hitze und miserabel für Funkwellen.
Was fast nie funktioniert: Repeater hintereinanderschalten. Jeder teilt die Geschwindigkeit und schafft eine Stelle, an der das Handy am schlechteren Signal hängen bleibt, statt zum guten zu wechseln. Nach drei Repeatern ist das Problem nicht mehr die Abdeckung – es ist die Kette.
Was funktioniert: Kabel auf die andere Seite der Mauer und dort ein eigener Access Point. Weniger spektakulär, aber der Unterschied zwischen einem Netz, das hält, und einem, das zusammenbricht, sobald Besuch da ist.
Was wir installieren
Strukturierte Verkabelung. Zertifiziert und dokumentiert, mit Reserve für das, was später kommt. Das Kabel ist der günstige Teil der Installation und der, der am längsten hält – hier zu sparen ist der teuerste Fehler, den man machen kann.
Glasfaser zwischen Gebäuden. Ab einer gewissen Entfernung und vor allem zwischen getrennten Gebäuden ist Glasfaser kein Luxus: Sie ist das Einzige, dem Gewitter und unterschiedliche Erdungen nichts anhaben.
Access Points dort, wo sie gebraucht werden. Platziert nach einer Messung, nicht danach, wo es hübsch aussieht. Mit Stromversorgung über das Netzwerkkabel, ohne zusätzliche Steckdosen.
Getrennte Netze. Gäste, Personal, Kameras und Haustechnik in eigenen Netzen. Der Gast kommt in seines und sieht sonst nichts. Das ist Konfiguration, kein zusätzliches Material.
Abdeckung im Außenbereich. Terrassen, Pool, Parkplatz und Zufahrten, mit Geräten, die für draußen und für salzhaltige Luft gemacht sind.
Wir messen, statt zu schätzen
Vor dem Angebot kommen wir zum Objekt: Dicke und Material der Mauern, tatsächliche Entfernungen, vorhandene Leerrohre, welche Leitung ankommt und wo. In vielen Häusern gibt es mehr Rohre, als der Eigentümer in Erinnerung hat – und das verändert den Preis in die gute Richtung.
Das Ergebnis ist ein Plan mit der Position jedes Access Points und jeder Dose, eine Materialliste und ein Preis. Kein „kommt darauf an“.
Neubau und Sanierung
Der beste Zeitpunkt, mit uns zu sprechen, ist vor dem Verputzen. Eine durchdachte Leerrohrplanung kostet während des Baus sehr wenig und hinterher sehr viel. Wir stimmen uns mit Architekt und Elektriker ab, und niemand muss etwas von Netzwerken verstehen, damit es gut wird: Dafür sind wir da.
Hotels und Ferienvermietung
Hier sind die Anforderungen andere: viele Geräte gleichzeitig, Gäste, die jede Woche wechseln, und eine Bewertung, die sinkt, wenn das WLAN in der Hochsaison ausfällt. Das lösen Geräte, die auf Dichte ausgelegt sind, ein getrenntes Gästenetz und eine Überwachung, die meldet, bevor es der Gast tut.
FAQ
Warum kommt das WLAN in einer Finca aus Naturstein nicht an?
Weil eine sechzig Zentimeter dicke Bruchsteinmauer das Signal fast vollständig schluckt. Das repariert kein Repeater. Die Lösung ist ein Kabel auf die andere Seite der Mauer und dort ein Access Point – ein schon schwaches Signal zu wiederholen, verteilt nur das Problem.
Reicht ein Repeater aus dem Supermarkt?
Für ein Nachbarzimmer manchmal. Für ein Anwesen nicht: Jeder Repeater teilt die Geschwindigkeit und schafft eine Stelle, an der das Gerät am schlechteren Signal hängen bleibt. In einem Haus mit mehreren hintereinandergeschalteten Repeatern ist nicht die Abdeckung das Problem, sondern die Kette.
Müssen Gräben gezogen und Wände aufgestemmt werden?
Nicht immer. Zuerst sehen wir nach, welche Leerrohre es schon gibt – in vielen Häusern mehr, als der Eigentümer in Erinnerung hat. Wenn wirklich gebaut werden muss, sagen wir es Ihnen vorher mit dem konkreten Umfang, nicht mitten in der Arbeit.
Lässt sich das Gästenetz trennen?
Ja, und in jedem Mietobjekt sollte es getrennt sein. Der Gast kommt in sein eigenes Netz und sieht weder Kameras noch Speicher noch die Geräte des Hauses. Das ist Konfiguration, kein zusätzlicher Materialaufwand.
Arbeiten Sie mit Elektriker und Architekt zusammen?
Ja, und je früher, desto besser. Im Neubau spart eine halbe Stunde Abstimmung am Anfang später eine aufgestemmte Wand. Über das Ergebnis entscheidet die Leerrohrplanung, und die fällt, bevor der Putz kommt.
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